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Der erste Arbeitstag #WMDEDGT 04/16

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Heute war es so weit: Der erste Arbeitstag nach der Karenz. Wieder ein neuer Lebensabschnitt für unsere kleine Familie. Wie es uns so ergangen ist, halte ich in diesem Blog-Eintrag fest und mache gleichzeitig bei der Blogreihe von Frau Brüllen mit, die jeden 5. des Monats fragt: “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“.

Um 5:45 klingelt der Wecker. Ich stelle ihn sofort aus und schleiche mich aus dem Schlafzimmer. Das Kuschelkind hat die zweite Nachthälfte bei uns geschlafen und ich möchte es nicht aufwecken. Ab unter die Dusche, Haare föhnen, Zähne putzen, Make-up auflegen. Irgendwie eigenartig: Ich habe das Badezimmer für mich alleine und muss nicht permanent einen Fuß am Klodeckel abstellen, um zu verhindern, dass das Kleinkind seine Spielsachen im Klo versenkt. Danach gehe ich in die Küche, wo ich mir – und zwar nur mir – ein Marmeladebrot schmiere, um dieses anschließend in aller Ruhe zu essen. Bevor ich um 6:50 das Haus verlasse, lausche ich noch, ob schon jemand wach ist, aber es ist ganz ruhig. Also ab ins Auto und in die Arbeit.

Um 7:15 komme ich an und begrüße alle bekannten und neuen Gesichter. Meine Kolleginnen klären mich auf, welchem Aufgabenbereich ich zukünftig ausführen darf. Das stand nämlich noch nicht offiziell fest. Ich bin sofort richtig, richtig happy! Ich erhalte einen Teil meines früheren Aufgabenbereiches zurück: Marketing, Online Marketing, Social Media und sogar Grafikdesign ist wieder dabei. Meine Motivation steigt und alle Zweifel betreffend des Wiedereinstiegs verpuffen. Um 12:15 verlasse ich nach fünf Stunden die Arbeit und fahre wieder nach Hause.

Dort komme ich um 12:35 an. Das Kuschelkind schläft. Mein Mann empfängt mich schon. Ich wärme mir einen Teil vom Mittagessen, das meine beiden Männer übrig gelassen haben und wir wechseln noch schnell ein paar Worte. Um 12:45 verlässt dann schließlich mein Mann das Haus, um zur Arbeit zu fahren. Ich nutze die Ruhe und blättere noch ein paar Prospekte durch, die heute mit der Post gekommen sind.

Um 13:20 wird das Kuschelkind wach. Er freut sich, mich zu sehen und wir spielen mit seinen Autos. Außerdem schalten wir noch schnell die Waschmaschine ein. Die Sonne scheint und wir gehen in den Garten. Puh, ganz schön warm! Ich creme die Hände und das Gesichtchen meines Sohnes vorsichtshalber ein. Im Garten wird gerutscht und geschaukelt. Um 14:45 gehen wir wieder ins Haus, essen ein wenig Obst und hängen die Wäsche auf. Im Wohnzimmer spielen wir mit den Duplo Steinen.

Um 16:30 zieht es uns noch einmal raus an die frische Luft. Wir schnappen das Puky Wutsch und gehen ein paar Schritte. Das ist übrigens wörtlich gemeint, denn weiter als 300 Meter kommen wir nicht. Das Kuschelkind muss nämlich jeden Löwenzahn pflücken, der neben der Straße wächst, jedem vorbeifahrenden Auto nachschauen und ewig lange den Nachbarshunden durch den Zaun zuwinken. Anschließend spielen wir noch einmal im Garten.

 

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

 

Um 18:20 gehen wir wieder ins Haus und ich wärme den letzten Rest vom Mittagessen fürs Kuschelkind. Doch der Hunger ist groß und wir beide essen noch jeweils eine Scheibe Vollkornbrot mit Butter. Danach werden die Spielsachen eingeräumt.

Um 19:00 gehen wir ins Bad. Nach dem Zähne putzen, ziehe ich dem Söhnchen eine frische Windel, seinen Schlafbody und den Schlafsack an. Anschließend wird noch ein wenig gekuschelt, getragen und immer wieder noch einen Schluck Wasser getrunken. Dann deutet er auf sein Bettchen, ich lege ihn hinein und warte, bis er eingeschlafen ist.

Um 19:35 verlasse ich das Kinderzimmer und beschließe, mir als krönenden Abschluss des Tages, noch einen Bananen-Milch-Shake zu machen. Um 20:00 Uhr gehe ich zum Computer und schreibe diese Zeilen. Um 20:25 ruft mich mein Mann an, der jetzt am Heimweg ist.

Das war also der erste Arbeitstag, vor dem ich mich schon etwas gefürchtet habe. Zu Unrecht! Ich freue mich auf meine neuen (alten) Aufgaben. Ich freue mich, dass auch meine beiden Männer mehr Zeit miteinander verbringen können. Ich bin glücklich. Ich weiß, wir haben uns richtig entschieden.

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