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Der kleine Patient

Baby krank

Der kleine Patient.

Die nachfolgenden Gedanken kamen mir, als ich auf unserem Schwingstuhl das fiebernde Kuschelkind in den Schlaf geschaukelt habe. Das Kuschelkind ist also krank: Fiebrig, müde und einfach nur vollkommen erledigt. Wäre mein Sohn nun schon ein paar Jährchen älter und käme er nach mir, dann würde die Situation folgendermaßen aussehen: Mit der Wärmflasche und dicken Socken ins Bett. Das Smartphone und/oder ein gutes Buch und/oder die Fernbedienung in der Hand. Eine Tasse Tee am Nachttischchen. Die Decke bis zur Nasenspitze hochgezogen. So lässt es sich (über)leben.

 

Baby krank

 

Aber das Kuschelkind ist erst ein Jahr alt. Das bedeutet, es will trotzdem spielen. Also torkelt mein Sohn völlig erschöpft durch die Wohnung, hält seine Playmobil-Giraffe in der Hand, mit welcher er sich permanent die Augen reiben muss und ist hin und her gerissen zwischen “Ich bin so müde. Ich möchte schlafen.” und “Ich hab’ schon so viel geschlafen. Ich möchte weiter spielen.” Schwierige Situation.

Er selbst steckt seinen momentanen Zustand sehr gut weg. Isst, trinkt und macht Quatsch. Für mich als Mama ist es schlimm zu spüren, wie der kleine Körper glüht. Die Augen sehen mich glasig und müde an. Die Atmung kommt einem Kraftakt gleich. Nichts desto trotz ist er immer in Bewegung: Spielzeugkiste ausräumen, das Bobbycar unermüdlich durch die Wohnung schieben, ein schweres Buch nach dem anderen herbei schleppen.

Ich muss mich wohl von meinen festgefahrenen Ansichten verabschieden. Das Kuschelkind legt sich nicht vernünftig ins Bett. Es ruht sich nicht aus. Es versteht nicht, dass es jetzt mehr trinken sollte. Dafür ist er zu klein. Ein kleiner Patient. Mein müder und gleichzeitig einfach unermüdlicher Patient.

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1 Kommentar

  1. MamsiMama sagt:

    Das kommt mir alles sehr bekannt vor. 😉 unserer liegt erst bei 39,8 Grad. Alles darunter ist wohl zu wenig. Daher lassen wir ihn meist bis 40 fiebern und so erholt er sich besser.

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