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Dreijährige: So ticken sie wirklich (vielleicht)

Dreijährige - so sind sie wirklich. Ihre fünf Gesichter.

Dreijährige und ihr fünf wahren Gesichter. Vielleicht?

Auf der Welt gibt es viele ungeklärte Fragen: Wo kommen wir her und wo gehen wir hin? Was ist der Sinn des Lebens? Doch eine ganz besondere Frage lässt mich schon seit längerem unruhig schlafen: Was um Himmels Willen geht eigentlich in meinem dreijährigen Sohn vor?! Denn ehrlich gesagt: Dreijährige sind mir ein Rätsel. Sie sind unberechenbar, launenhaft und wankelmütig. Ja, ich würde sogar so weit gehen zu behaupten: Mein Dreijähriger hat in Wahrheit fünf Gesichter. Welche das sind, das verrate ich euch gerne. Ich freue mich über eure Kommentare und Erfahrungsberichte. Liege ich daneben? Erkennt ihr Ähnlichkeiten? Oder habe ich vielleicht das Rätsel um Dreijährige vollständig und für immer entschlüsselt?

 

Dreijährige - so sind sie wirklich. Ihre fünf Gesichter.

 

Dreijährige sind Erforscher.

Wenn der Kuschelbub morgens aufwacht und noch verträumt unter seinen Bettdecke liegt, dann ist das erste, woran er denkt: Wieso? So kommt es mir zumindest vor. In seinem kleinen Kopf schwirren Millionen Wieso-Fragen, mit denen ich, über den ganzen Tag verteilt, konfrontiert werde. “Wieso ist heute Montag?” Weil gestern Sonntag war, genügt einem Erforscher natürlich bei weitem nicht. Aber es wird nicht nur alles hinterfragt, es wird auch alles ausprobiert, erprobt und getestet: “Was passiert, wenn ich das Matchbox-Auto in die Mikrowelle lege? Wie laut schimpft Mama, wenn sie sich das nächste Mal auf die Couch setzt und merkt, dass ich vorher eine Handvoll Heidelbeeren unter dem Kissen versteckt habe? Wie viel Klopapier ist auf einer Rolle – und viel wichtiger: Wie viel Klopapier kann ich abrollen, bevor Mama kommt und nachschaut?

 

Dreijährige sind ehrlich.

Egal, worum es geht: Ein Dreijähriger ist brutal ehrlich, ob du willst oder nicht. Da heißt es schon mal “Papa hat einen Dickbauch” oder “Mama, dein Auge schaut verschrumpelt aus.” Dankeschön. Zum Muttertag hat mir der Kuschelbub ein selbst gemaltes Bild geschenkt. Darauf bin ich zu sehen, schwimmend in einem Pool. Er erklärt mir: “Schau mal Mama. Das bist du. Schaut aus wie ein Nilpferd.” Wenn man allerdings fragt, ob er die Heidelbeeren unter dem Kissen versteckt hat, stößt die Ehrlichkeit dann doch an ihre Grenzen. Denn das war natürlich der kleine Bruder, der zum Glück noch nicht sprechen kann.

 

Dreijährige sind (Un-)selbstständig.

Dreijährige wollen alles alleine machen: Im Auto selber anschnallen. Die Haustüre aufsperren, wenn es geläutet hat. Beim Einkaufen mit der Bankomatkarte zahlen. (Schade, dass es meine Bankomatkarte ist.) Mit drei Jahren können Dreijährige schon richtig viel und vor allem auch Dinge, die man ihnen vielleicht nicht zutrauen würde. Oder Dinge, von denen man gar nicht will, dass sie sie können. Zum Beispiel Kindersicherungen unschädlich machen. Dreijährige können schon die tollsten Sachen selber machen. Aber sie sind nicht in der Lage sich morgens selbst das Frühstückskipferl zu halten, wenn seitlich etwas Marmelade heraus quillt.

 

Dreijährige sind Wutbürger.

Wenn uns Erwachsenen etwas gegen den Strich geht, dann haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder wir werden aktiv und tun etwas (in etwa fünf Prozent der Fälle) oder wir akzeptieren die Angelegenheit, weil es eben so ist, wie es ist und schon immer so war und sowieso auch immer so sein wird. Dreijährige sind da anders. Wenn sie auf eine scheinbare Ungerechtigkeit stoßen, dann wird nicht darüber hinweg gesehen. Da wird geschimpft, getobt und geweint. Es wird protestiert und diskutiert. Und das sehr ausdauernd. Es ist einfach nicht akzeptabel, dass das kurzärmelige Lieblingsshirt (plötzlich?) keine langen Ärmel hat. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass der Saft statt rosa, nur roséfarben ist. Und überhaupt: Was hat sich Papa dabei gedacht, dass er nach dem Telefonieren aufgelegt hat?!

 

Dreijährige sind liebesbedürftig.

Egal wie scheinbar frech, ungezogen, überdreht oder einfach für uns nicht nachvollziehbar ein Dreijähriger gehandelt hat: Dreijährige sind abhängig von unserer Liebe, sehnen sich nach Anerkennung und möchten zu uns gehören. Niemand steht gerne alleine da und schon gar nicht ein Dreijähriger. Jeder Tag bringt für einen Dreijährigen neue Aufgaben und neue Erfahrungen, die gemacht werden müssen. Doch es gibt ein unsichtbares Gummiband zwischen Eltern und unseren Kindern. Je weiter sie sich von uns entfernen, umso straffer wird das Band und umso schneller kommen sie wieder zu uns zurück. Dann wollen sie sich anlehnen, kuscheln und rasten, bevor das Band wieder Raum für Neues gibt. Irgendwann wird dieses Band locker, doch jetzt – mit drei Jahren – ist dieses Band unglaublich straff. (Das steht wohl in Relation zu meinen mütterlichen Nerven, die ebenso ziemlich oft ziemlich gespannt sind.)

 

Dreijährige - so sind sie wirklich. Ihre fünf Gesichter.

 

Dreijährige. So viele Gesichter und das waren wahrscheinlich bei weitem noch nicht alle. Denn Dreijährige sind Spieler. Sie sind Genussmenschen und sie sind Skeptiker. Sie sind unerschrocken und sie sind impulsiv. Für mich als Mama ist mein Dreijähriger aber vor allem eines: Ein ewiges Rätsel.

 

Christina ichmitkind Blog

 

P.S.: Hier erfährst du mehr über mich und meine Familie: Über uns.

 

Dreijährige - So ticken sie wirklich. Vielleicht. #3jahre alt.

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