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Der After-After-Baby-Body
3. Februar 2016
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12 von 12 – Februar 2016
12. Februar 2016

Essen will gelernt sein

Essen will gelernt sein

Das Kuschelkind war noch nie ein großartiger Esser.

Ich habe darüber schon einmal einen Beitrag (Gegessen wird, was unter den Tisch kommt) geschrieben. Jetzt ist das Kuschelkind älter und kann sogar schon toll mit Löffel und Gabel essen. Aber das Essen ist trotzdem noch immer eine kleine Geduldsprobe. Es wird zwar ausnahmslos alles einmal gekostet, aber was nicht schmeckt, wird auch wieder ausgespuckt. Obst ist immer gut. Ebenso Nudeln und ein Großteil des Gemüses. Milchprodukte, Fleisch und Kartoffeln sind hingegen nicht gerade seine Leibspeise und bis jetzt hat es noch nie ein Reiskorn von seinem Mund bis in seinen Magen geschafft.

 

Essen will gelernt sein

 

Das Essen selbst dauert immer wahnsinnig lange. Manchmal sitzen wir eine Stunde beim Mittagessen. Ich finde es ja wirklich schön, dass er seinem Essen so viel Aufmerksamkeit schenkt: Es wird befühlt, es wird gestapelt, es wird ineinander gelegt, es wird sortiert,… Er macht das aber nicht aus Langeweile, oder weil er schon satt ist. Er macht es einfach gern und mit Begeisterung. Die hält sich bei mir übrigens manchmal in Grenzen: Gibt es gemischtes Gemüse, so wird dieses meistens nur artenrein gegessen: Zuerst alle Erbsen, dann den Mais und am Schluss die Karotten. Dasselbe gilt auch für einen bunten Obstteller. Gibt es Pizza, wird in den meisten Fällen nur der Belag gegessen: Manchmal Mais, ein anderes Mal Ananas, aber ganz selten Teig, und wenn, dann muss der Teig ganz nackig sein. Außerdem wird viel experimentiert: Es fasziniert mich, wie er mit seinen Fingerchen Erbsen in kleine Hohlnudeln drückt. Erst wenn genug Erbsen in der Nudel sind, wird gegessen. Das belegte Jausensemmerl wird hingegen zuerst in seine Bestandteile zerlegt, die dann einzeln und nacheinander im Mund landen.

Das sind nur Beispiele und wahrscheinlich wüsste ich bis Ende der Woche noch zwei mehr. Wenn ich also einmal zu spät komme, nicht ans Handy gehe, oder tagelang keinen neuen Blog-Eintrag schreibe: Ich habe euch nicht vergessen. Ich bin beim Essen.

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4 Kommentare

  1. Hihihi…
    Ich musste sehr grinsen als ich das gelesen habe 🙂 Das erinnert mich an die früheste Kindheit.
    Einer meiner Cousins, mit denen ich in der Kindheit viel zusammen war, war genauso.
    Buchstabensuppe konnte erst gegessen werden, wenn alle Namen der am Tisch Anwesenden gelegt waren und die restlichen Buchstaben sortiert. Alphabetisch…. Und so lief das mit jedem Essen. Noch heute ist mein lieber Cousin der genaueste Mensch den ich kenne. Damit geht natürlich auch einher, dass er der Besserwisser schlechthin ist und damit alle in der Familie zur Weißglut treibe 🙂
    Mal sehen was aus deinem Kleinen wird 😀

  2. Ohjeeeeee… ich glaube bei uns gibt's später mal lieber keine Buchstabensuppe! 😀

  3. balu sagt:

    Haha, ich muss lachen, bei uns ist das ähnlich!! Er isst zwar unglaublich viel, aber auch unglaublich lang und unglaublich nach seinem "System"!! lg Ulli

  4. Ein bisschen Monk steckt eben in jedem Kleinkind! 🙂

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