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Kindheitserinnerungen

Kindheitserinnerungen

Kindheitserinnerungen.

Sarah von mamiskind.de hat zu einer Blogparade zum Thema Eure schönsten Kindheitserinnerungen aufgerufen. Als ich das gelesen habe, fing es in meinem Kopf an zu rattern und immer wieder kamen mir schöne, bildhafte Erinnerungen unter. Erinnerungen aus der Kindheit sind besonders kostbar, denn vieles gerät mit den Jahren in Vergessenheit. Ein Grund mehr für mich, diese in diesem Blogbeitrag niederzuschreiben.

Einen großen Teil meiner schönsten Kindheitserinnerungen verbinde ich mit den Familienurlauben. Meine Eltern, mein Bruder und ich machten so ziemlich jedes Jahr Urlaub in Italien oder auf Mallorca. In Italien hatten wir quasi unser Stammhotel. Der Hotelbesitzer Enrico, ein lustiger, dicker, älterer Mann hat uns Kinder immer überschwänglich umarmt. Im Hotel gab es köstliches, italienisches Essen. Ich weiß noch genau: Als die Kellner das Essen servierten, machte mein kleiner Bruder ein angeekeltes “Wäh!” und aß fortan nur Grissini unter dem Tisch. Ich hingegen war kulinarisch schon immer recht aufgeschlossen und habe schon als Zwerg mit meinem Papa Miesmuscheln gegessen.

 

Kindheitserinnerungen

 

Beim Familienurlaub durfte auch eine Fahrt mit dem Gefährt nie fehlen: Ein Familienrad, bei dem zwei oder vier Erwachsene kräftig treten, während die Kids vorne sitzen. Das liehen wir uns immer gleich mehrmals in einem Urlaub aus und fuhren damit die Strandpromenade auf und ab. Außerdem durften wir Kinder im Urlaub immer Greifer spielen. Wir sparten schon Geld, damit wir dieses in Jetons umtauschen konnten. Wir hatten wirklich Talent dafür, mit dem Greifarm ein Plüschtier nach dem Anderen herauszufischen. Auf Mallorca mussten wir einmal sogar einen extra Koffer kaufen, damit wir alle Kuscheltiere nach Hause bringen konnten. Außerdem verbrachten wir viel Zeit am Minigolfplatz. Einmal habe ich aus Versehen mit dem Schläger anstelle des Balls den Kopf meines Bruders getroffen. Nach einem großen Tüteneis war aber alles wieder gut.

Auf Mallorca buchten wir immer die für mich schönsten und größten Ferienanlagen. Ein Hotel war so groß, dass mein Bruder und ich stundenlang wie die Irren durch die Gänge geflitzt sind. Am Strand schuf mein Papa aus Sand die schönsten Kunstwerke. Ich war immer ganz stolz, wenn andere Touristen bewundernd stehen blieben. Manchmal fuhren wir auch in den Aqua Park, mit den vielen Pools und Rutschen. Meine Mama und ich haben uns immer an die steilsten Rutschen gewagt. Aber um dorthin zu gelangen, musste man zuvor einen kleinen Hügel hinauf gehen. Ich weiß noch genau, wie heiß der von der Sonne aufgeheizte Boden war. Wir sind von Schatten zu Schatten bis zum Start der Rutsche getrippelt.

 

Kindheitserinnerungen

 

Unsere Familienurlaube waren zweifelsohne immer das Highlight des Jahres. Ich bin sehr dankbar, dass wir so viele, lustige Urlaube unternommen haben. Schon die Fahrt nach Italien war ein Abenteuer: Während aus dem Autoradio eine selbst bespielte Kassette Oldie Hits und Schlager trällerte, zählten wir jedes Mal die Tunnel, durch die wir fuhren. Und auf der Rückreise erzählten wir uns alle unsere Abenteuer. Heutzutage läuft man leider Gefahr, dass jeder mit seinem Tablet, MP3-Player oder Smartphone die Reisezeit irgendwie alleine überbrückt. Dabei sind auch die Stunden im Auto sehr lustig, wenn man sie gemeinsam verbringt. Ich hoffe, ich kann meinem Sohn auch schöne Familienurlaube bescheren, an die er sich gerne zurück erinnert. Urlaube, die wir zusammen erleben, vom Anfang bis zum Schluss. Und jede gemeinsam verbrachte Minute wird wertvoll sein.

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2 Kommentare

  1. Sarah Depold sagt:

    Ich kann mich richtig reinversetzen, toll geschrieben! Ich stelle mir gerade vor, wie zwei Kinder ihr Geld sparen, um das in den Automaten zu werfen. Hihi. Das macht es doch aus: tolle Erinnerungen an Dinge, die man nicht immer darf (obwohl das jetzt keine Bedingung sein muss. :D).
    Hast du Fotos von den Sandkunstwerken? Das würde mich ja interessieren. 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

  2. Hallo Sarah! Danke für das Lob! 🙂
    Puh, ich werde unsere Familienalben durchforsten und hoffentlich ein Foto von Papas Sandkunstwerken finden.
    Liebe Grüße,
    Christina

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