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Martinsfest – Laternen, Kipferln und ich

Laterne zum Martinsfest

Eine Geschichte über Laternen, Kipferln und einer übersensiblen Mama.

Zwei Monate geht mein großer Kuschelbub nun schon in den Kindergarten und es scheint so, als wäre er dort richtig gut angekommen. Seit Wochen wurde im Kindergarten für das gestrige Martinsfest – auch bekannt als Laternenfest – geübt. Nach ein wenig Nachhilfe meinerseits, hat er im Kindergarten auch seine eigene Laterne gebastelt. Er ist nach wie vor ein absoluter Beobachter und er beteiligt sich (noch) nicht so gerne an gemeinschaftlichen Aktivitäten. Nach tagelangen erfolglosen Überredungsversuchen, habe ich tief in meine pädagogisch nicht sehr wertvolle Trickkiste gegriffen und ihm eine Überraschung versprochen, wenn er seine Laterne bastelt. Und siehe da: Der Kuschelbub hat eine wunderschöne Laterne gemacht, von mir ein Pixi Buch als Belohnung bekommen und gestern stolz seine eigenen Laterne vor sich her getragen.

 

Laterne zum Martinsfest

 

Treffpunkt war 17:30 Uhr vor dem Kindergarten. Eine Uhrzeit, bei der meine Jungs eigentlich schon ziemlich müde sind. Es war richtig dunkel und als wir Vier beim Kindergarten ankamen, wurden die Kindergartenkinder hineingeschickt, während wir Eltern draußen warten sollten. Ich wurde kurzfristig ganz schön nervös, denn ich wusste nicht, ob er da ohne uns Eltern hineingeht geschweige denn drinnen bleibt. Doch der kleine Kerl überrascht mich immer wieder aufs Neue und verschwand im Kindergartenflur.

Nach ein paar Minuten öffnete sich die Türe und die stolzen Kinder kamen in Zweierreihe mit ihren tollen Laternen nach draußen marschiert. Ich war so unfassbar stolz auf meinen Kuschelbuben. Er ist so groß geworden. So selbstbewusst.

Und so setzte sich der ganze Zug in Bewegung: Zuerst die Kindergartenkinder, dann wir Eltern, Geschwister und Freunde. Und irgendwie fühlten wir uns plötzlich alle zusammengehörig.

Wir zogen bis zur Kirche. Die Kinder nahmen in den vorderen Reihen Platz, wir saßen etwas weiter hinten. Dann begann das Fest und es kam sogleich das erste Lied. Duzende Kinder sangen begeistert “Kommt wir fangen an. Unser Fest beginnt.” und ich musste erst einmal schlucken. So ein Kinderfest in der Kirche ist wirklich wunderschön. Unsere liebe Pfarrassistentin, die eine  herzerwärmende und kindgerechte Zeremonie vorbereitet hat. Die engagierten Pädagoginnen und Helferinnen, die nicht nur fünf Tage in der Woche unsere Kinder betreuen, sondern auch ein so tolles Fest organisieren. Und natürlich die kleinen Stars des Abends: Die Kindergartenkinder mit ihren süßen Stimmen, die so voller Herz und Leidenschaft singen. Die mit ihren kleinen Händen so laut und begeisternd klatschen. Diese kleinen, unbedarften, liebenswerten Menschlein, die da in der Kirche sitzen, feiern, zuhören und uns ihre Lieder und Gedichte vortragen.

Schnell blinzelte ich ein paar Tränen weg und dachte: “Jetzt bloß nicht anfangen, wie ein Schlosshund zu heulen. Sonst werde ich über kurz oder lang von meinen Söhnen aufgefordert, doch lieber draußen zu warten. So eine rührselige Mama ist wohl eher peinlich.”

Am Ende der kirchlichen Feier bekam jedes Kind noch ein Martinskipferl, das es teilen sollte. Der Kuschelbub brach es in der Mitte auseinander und reichte eine Hälfte seinem Bruder. Und wieder unterdrückte ich die kurze Versuchung mich vor Stolz und Freude weinend auf meinen großen Sohn zu werfen. “Immer schön die Fassung bewahren.”, ermahnte ich mich erneut.

Den Abend ließen wir mit Kinderpunsch und von den Kindern gebackenem Lebkuchen ausklingen. Schließlich fuhren wir mit einem mega stolzen Kindergartenkind nach Hause. Und ich? Ich überhäufte den Kuschelbuben vor dem Bettgehen mit vielen Bussi und umarmte ihn ganz, ganz fest.

 

 

Christina ichmitkind Blog

 

P.S.: Hier erfährst du mehr über mich und meine Familie: Über uns.

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