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Mit dem Essen spielt man nicht! Oder doch?

Mit dem Essen spielt man nicht

Kinder sind neugierig.

Sie entdecken, forschen, probieren aus. Und sie machen auch nicht Halt davor, mit dem Essen zu spielen. Zumindest das Kuschelkind liebt es momentan, Heidelbeeren in der Hand zu zerdrücken und zuzusehen, wie der klebrige Saft das Handgelenk hinunterrinnt. Oder es stapelt seine Butterbrotstückchen. Oder zieht mit der Soße zwischen Teller und Finger Fäden. Der Kreativität meines Sohnes sind da anscheinend keine Grenzen gesetzt.

 

Mit dem Essen spielt man nicht

 

Bevor ich Mama wurde, hatte ich ja so einige Prinzipien. Eines davon: Mit dem Essen spielt man nicht! Ich könnte das auch wirklich einfach umsetzen: Beginnt der Kuschelbub mit dem Essen zu spielen, nehme ich ihm den Teller einfach weg. Das würde selbstverständlich mit Tränen enden und bei der nächsten Gelegenheit würde er es erneut probieren. Und ich würde ihm den Teller erneut wegnehmen. Das geht so lange, bis ich seinen Forscherdrang und seine Neugier endgültig unterdrückt habe. Will ich das?

Kinder lernen so viel und können sich für so viele Dinge begeistern. Eben auch für Dinge, bei denen wir Erwachsenen nur den Kopf schütteln, bei denen sich uns die Nackenhaare aufstellen, oder vor denen wir uns ekeln. Ich könnte meinem Kind erklären: Das ist kalt. Das ist rau. Das ist weich. Es wird mir nicht einfach glauben, sondern es möchte die Welt selbst erfühlen. Das ist normal und das ist gesund.

Also habe ich beschlossen, das Kuschelkind einfach gewähren zu lassen. Auch auf die Gefahr hin, anschließend das Kind, den Essplatz, sowie alles im Umkreis von eineinhalb Metern grundreinigen zu müssen. Ich freue mich mit ihm, wenn es sich den süßen Saft vom Handgelenk leckt, oder wenn es den höchsten Brot-Turm gebaut hat. Die kindliche Neugier ist zwar manchmal anstrengend, doch es ist so schön, einem forschenden Kind zuzusehen. Ohne Regeln geht’s aber leider trotzdem nicht:

  • Das Essen wird nicht geworfen – schon gar nicht auf den Boden.
  • Es wird nicht so maßlos gespielt, dass das Essen danach nicht mehr essbar ist.
  • Anschließend müssen brav Hände, Gesicht und was-auch-immer, gewaschen werden.

Mich würde interessieren: Wie handhabt ihr das Ganze? Wie verhindert ihr, dass es überhandnimmt? Gibt es Regeln?

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5 Kommentare

  1. MamsiMama sagt:

    Das ist eine schwierige Frage, da sie, meiner Meinung nach, dem Alter des Kindes angepasst werden muss. Unsere Tochter liebt es, die Butter vom Brot zu holen und damit auf dem Tisch zu zeichnen. Sie muss die Brotstücke quetschen und die Banane so lange mit ihrem Trinkbecher bearbeiten, bis sie sicher nur mehr einen halben Millimeter dick ist. Es stört mich nicht, wenn sie auch etwas in den Mund bekommt. Merke ich, dass sie wkrlich nur noch spielt, anfängt, das Essen hinunter zu schmeißen, dann nehme ich es ihr weg. Das geht für meinen Geschmack dann etwas über den Forscherdrang hinaus. (sie ist 11 Monate)

    Würde ich das selbe Verhalten meinem Sohn erlauben, so hätten wir hier Sodom und Gomorra. Er wird im Juni 5 und versteht, was es heißt, bei Tisch zu sitzen und auch mit Manieren zu essen. Das heißt: Mit Besteck (außer natürlich bei Fingerfood).

    Wir haben hier eine Regel, an die müssen sich alle halten. Und zwar: Es wird gemeinsam gegessen. Es gibt 3 Mahlzeiten am Tag, bei denen wir gemeinsam am Tisch sitzen und gemeinsam essen. Das gehört für mich zur Esskultur. Zwischendurch gibt es Vormittags und Nachmittags natürlich kleinere Snacks wie Obst oder Jogurt.

    Ich könnte Romane verfassen…aber wer würde die lesen 😉

    Meine Meinung: Dem Alter angepasst mit dem Essen spielen lassen.

  2. Ich muss zugeben, dass ich solche Quetschereien und Schmierereien nur schwer aushalte. Essen darf natürlich gefühlt und auch mal zwischen den Fingern zerdrückt werden, aber in Maßen. Und jetzt ist das Wurzelinchen ja schon fast zweieinhalb und das Essen mit Löffel oder Gabel funktioniert schon ganz gut. Ich finde das Erfahren mit allen Sinnen auch sehr wichtig und versuche es an Alter und Situation anzupassen, aber wie gesagt ich mag es überhaupt nicht und habe es aus diesem Grund sehr eingegrenzt. Am Tisch verschmieren oder hinunterwerfen ist nicht in Ordnung. Befühlen und zerdrücken ist okay. Bei soßigen Sachen ist eine Schürze Pflicht. 😉

  3. Halli Hallo! Also gleich vorweg: Ich würde deine Romane bestimmt lesen! 😉 Ich finde deine Kommentare immer besonders spannend, da dein Bub schon älter ist. Deshalb stimmt es bestimmt, wenn du schreibst: Mit dem Essen spielen – ja, aber dem Alter angepasst. Ich blogge dann in zwei Jahren noch einmal über dieses Thema! 🙂
    Lg, Christina

  4. Hallo Kornelia! Du hast absolut Recht – ich kann das nachempfinden. Wie gesagt: Kleinkinder machen oft Sachen, vor denen wir uns ekeln. Aber manches ist irgendwie unbegründet – wie zum Beispiel mein Ekel vor Spinnen. Ein Kleinkind wird kaum von sich aus "Igitt" zu einer Spinne sagen. Vielmehr lernen sie das von uns. Hach… ich muss hier echt lockerer werden. 🙂
    Lg, Christina

  5. Mein Kleiner (15 Monate) ist auch besonders experimentierfreudig! Ich lasse ihn in vielen Dingen einfach gewähren, an die Sauerei habe ich mich gewöhnt. 🙂 Mein Mann und ich teilen es uns in der Regel auf, wer den Essplatz und wer das Kind anschließend sauber macht.
    Junior isst mittlerweile sehr gerne mit Besteck, und ich glaube, dass er es schneller lernt, wenn er dabei auch Fehler machen darf. Das geht natürlich nicht ohne Unfälle.
    Was ich ihm dennoch gerne austreiben würde, wäre, dass Essen nicht geworfen wird. Wenn er satt ist, fegt er schon mal mit einer Handbewegung das ganze restliche Essen vom Tisch. Mittlerweile habe ich immer ein Tuch unter seinem Sitz liegen. Welche Taktik hat bei dir denn Erfolg?

    Liebe Grüße
    Andrea

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