Meine zweite Schwangerschaft – zehnter Monat
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Noch vier Tage. #WMDEDGT 05/17

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Was machst du eigentlich den ganzen Tag – im Mai?

Es ist wieder der fünfte des Monats und damit Zeit zum Tagebuchbloggen nach dem Vorbild von Frau Brüllen. Ganz ehrlich? Ich war eigentlich felsenfest davon überzeugt, dass wir an diesem 5. Mai bereits zu viert sind. Aber dem ist leider nicht so. Der errechnete Geburtstermin ist schon fast um eine Woche überschritten. Wir warten. Wir sind genervt. Alle drei.

 

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

 

Um sieben Uhr wachen der Kuschelbub und ich fast gleichzeitig auf. Wow – so lange haben wir schon seit Wochen nicht mehr geschlafen! Ich kuschle mich noch ein paar Minuten zu ihm in sein Bett, doch lange hält es ihn dort nicht mehr. Heute kommt der Opa! Also schnell aufstehen, anziehen und Zähneputzen. Wir frühstücken beide Toast mit Marmelade und teilen uns eine Tasse Kakao. Nebenbei hören wir ein Benjamin Blümchen Hörspiel. Ich räume den Geschirrspüler aus und sauge noch schnell die Frühstücksbrösel vom Boden weg.

Um halb 10 kommt dann endlich der Opa. Während die beiden Männer mit den Spielzeugautos spielen, nutze ich die Gelegenheit und gehe ausgiebig duschen. Danach fahren wir in die Stadt. Um halb 12 habe ich wieder einen Kontrolltermin im Krankenhaus und da ich nicht mehr gerne längere Strecken alleine fahre, bringen mich der Kuschelbub und sein Opa dorthin. Der Papa wartet schon vor dem Krankenhaus – er ist bei jedem Termin dabei. Der Opa und sein Enkelkind fahren in der Zwischenzeit etwas essen.

Ich gehe zur Anmeldung. Heute bin ich das letzte Mal zur Kontrolle hier. Es werden wieder die Herztöne aufgezeichnet und anschließend ein Ultraschall gemacht. Dem Frühlingsbaby geht’s nach wie vor sehr gut in meinem Bauch und es macht keinerlei Anstalten diesen bald zu verlassen. Danach folgt das Gespräch mit der Ärztin. Ich bin deprimiert. Der Kaiserschnitttermin ist bereits fixiert: Nur noch vier Tage. Während mich die Ärztin über alle schlimmen Dinge, die so passieren können, aufklärt, rattert es in meinem Kopf: Ich will das nicht. Ich will keinen Kaiserschnitt. Ich will so-was-von-verdammt-noch-mal keinen Kaiserschnitt. Doch die Vorgaben sind klar. Aufgrund meines Notkaiserschnitts beim Kuschelbuben wird keine künstliche Einleitung versucht. Verlässt das Frühlingsbaby 10 Tage nach Fälligkeit nicht freiwillig sein Nest, dann wird die Schwangerschaft mit einem Kaiserschnitt beendet. Ich unterschreibe den Aufklärungsbogen.

Um kurz nach dreizehn Uhr sind wir fertig. Der Papa fährt zurück in die Arbeit und ich werde wieder von meinem Schwiegervater und meinem Söhnchen abgeholt. Na – die haben was zu erzählen! Immerhin durfte der Kuschelbub in der Polizeikantine Mittagessen, hat Polizeiautos, Polizeihunde und – natürlich – viele, viele Polizisten gesehen. Sehr cool, wenn der Opa bei der Polizei arbeitet, oder?

Wieder zuhause angekommen, dösen wir drei noch kurz auf der Couch. Dann erwarten wir noch mehr Besuch: Die Oma und die Urgroßeltern des Kuschelkinds sind gekommen, um den Geburtstag der Uroma zu feiern. Der Kuschelbub genießt die (noch) ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Verwandtschaft. Es gibt Kaffee und Torte und um kurz nach 16 Uhr kommt auch der Papa nach Hause. Wir stoßen auf den Geburtstag der Uroma an und überreichen die Geschenke.

Um halb sechs machen wir uns auf den Weg zum Gasthaus, das nur wenige Minuten zu Fuß entfernt liegt. Dort bestellt sich der Kuschelbub eine Frittatensuppe. Die isst er momentan am allerliebsten, da können selbst Pommes nicht mithalten. Ich bestelle Nudeln mit Spargel. Nach dem Essen wird das Kuschelkind langsam unrund. Es fehlt heute der ausgiebige Mittagsschlaf, der die letzten Tage so wichtig war. Wir machen uns auf den Heimweg, gehen ins Bad und versuchen Zähne zu putzen. Aus irgendeinem Grund ist das momentan immer ein ziemliches Theater.

Der Papa kuschelt sich zu seinem Sohn ins Bett und erzählt ihm noch eine Geschichte. Ich nutze die freie Zeit und schreibe noch eben diese Blogartikel. Ich musste mich dazu aufraffen. Es fehlt die Energie, die Motivation. Das Frühlingsbaby tritt heftig in meinem Bauch. Komm doch bitte raus. Und ich warte weiter.

 

P.S.: Erfahre mehr über mich, das Kuschelkind und das Frühlingsbaby.

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