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Schlaf, Kindlein, schlaf…

Baby Schlaf

So schläft das Kuschelkind.

Gleich vorneweg: Ich bin prinzipiell mit einem sehr braven Baby gesegnet, das nachts ordentlich und ausdauernd schläft. Das war, bis auf wenige Ausnahmen, eigentlich immer so, aber diese Phasen (Koliken, Schübe und Zähne), kennt jede Mama. In diesem Beitrag widme ich mich dem Thema Babyschlaf und berichte über unsere anfänglichen Bedenken, unsere Erfahrungen und unsere Einsichten.

Schon in der Schwangerschaft machte ich mir Gedanken darüber, wo, wie und wann mein Baby am besten die Nacht verbringen soll. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Familienbett, Beistellbett, Wippe, Stubenwagen, Gitterbett, im eigenen Zimmer, im Elternschlafzimmer, usw. Natürlich hatte auch jeder, den ich dazu befragte, einen Rat für mich parat, aber irgendwie wurde ich daraus auch nicht schlau. Das Familienbett schloss ich damals explizit aus. Als Erstlingsmama war meine Angst zu groß, ich könnte das Baby in der Nacht erdrücken. (Heute weiß ich, dass diese Angst unbegründet ist.) Das Beistellbett war für mich eine echte Alternative. Der Gedanke, dass ich für nächtliche Mahlzeiten das Baby nur zu mir ziehen und andocken muss, wonach wir dann beide friedlich aneinander gekuschelt weiter schlafen, war verführerisch. Nichts desto trotz entschieden wir uns aber für ein klassisches Gitterbett, das bei Bedarf auch zu einem Kinderbett umgebaut werden kann.

So schlief das Kuschelkind also die ersten Lebensmonate in einem Gitterbett im Elternschlafzimmer. Das kleine Menschlein war so winzig und das Bett war dermaßen großzügig, sodass drei weitere Babys darin problemlos Platz gefunden hätten. Im Bettchen gab es natürlich nur den Schlafsack und ein Nestchen, auf das ich trotz aller „Plötzlicher Kindstod“-Horrorszenarien bestanden habe. Ein bisschen Gemütlichkeit muss sein. Das Bettchen stand auf meiner Seite des Ehebettes mit einem Abstand von einer Armlänge. Vor allem in den ersten Wochen war ich sehr dankbar, mich gegen das Beistellbett entschieden zu haben. Durch meinen Kaiserschnitt war ich in meiner Beweglichkeit noch sehr eingeschränkt. Ich wüsste nicht, wie ich mich ordentlich aus dem Bett hätte rollen können, wenn davor immer ein Bestellbettchen gestanden hätte.

Da schlief nun also mein kleines Kuschelkind in seinem Bett, das Nestchen so drapiert, dass es zum Ehebett hin offen war und wir uns deshalb gut im Blick hatten. Das Kuschelkind hatte von Beginn an einen seligen Schlaf. Es wurde auch nicht wach, wenn wir uns zu späterer Stunde ins Bett schlichen und uns noch kurz das ein oder andere zuflüsterten. Im Gegensatz zu mir: Ich hörte jeden kleinen Atemaussetzer und jede kleine Unregelmäßigkeit und war sofort hellwach. Immer. Vor allem in der ersten Zeit war ich oft stundenlang wach und lauschte. War das Atmen zu leise, stand ich auf und legte meine Hand auf den kleinen Brustkorb, um zu sehen, ob alles in Ordnung war. Nachts, wenn dann der Hunger kam, begann das Kuschelkind leise zu schmatzen, was mich sofort aus dem Schlaf riss.

Ich muss an der Stelle meinem Mann danken, der mich in den ersten Monaten sehr unterstützt und mir das kleine Kuschelkind gereicht hat, während ich es mir mit dem Stillkissen im Bett gemütlich gemacht habe. Denn noch ein Grund warum das Beistellbettchen im Nachhinein keine gute Idee für uns gewesen wäre: Das Kuschelkind mag gar nicht im Liegen gestillt werden. Eigentlich war sowieso nur eine Stillposition okay: Mama sitzt aufrecht und das Baby liegt vor dem Bauch, den Kopf in der Armbeuge. Deshalb war es ideal, wenn ich mich und das Stillkissen zuvor in Position bringen konnte, bevor mir mein Mann das Kuschelkind auf den Arm gelegt hat. Als sich das Stillen gut eingespielt hat, war es für mich kein Problem mehr, mir das Kuschelkind im Bett alleine anzulegen und so den Papa weiter schlafen zu lassen.

Nach kurzer Zeit begannen die Fragen, wann denn das Kuschelkind ins eigene Zimmer umzieht, zumal sein Zimmer schon fix und fertig und jederzeit bezugsfähig war. Doch ich hatte meine Vorstellungen: Nicht, bevor er mindestens ein Jahr alt ist! Doch dann wurde es Sommer und es wurde heiß. Trotz Rollläden stiegen im kleinen Schlafzimmer die Temperaturen, während es im Kinderzimmer meist viel angenehmer war. Nach einigen schlaflosen und anstrengenden Nächten folgte plötzlich der Entschluss: Das Kuschelkind zieht aus! Noch heute! So wurde also das Gitterbett (die Matratze aufgrund fortgeschrittenen Alters und Mobilität mittlerweile auf der untersten Stufe) ins Kinderzimmer verlegt. Kaum war der Platz neben meiner Bettseite leer, kamen die ersten Zweifel (meinerseits). Das Zubettgehen verlief problemlos, das Kuschelkind schlief, brav wie immer, nach einer guten Stillmahlzeit ein. Obwohl unsere Wohnung nicht allzu groß ist, bestand (und bestehe ich weiterhin) auf das Babyphone. Bevor ich ins Bett ging, überprüfte ich ein paar Mal, ob der Kleine auch gut schlief. Natürlich tat er das! Also ging ich ins Bett und schlief ein… und schlief… und schlief…

 

Baby Schlaf

 

Dann hörte ich etwas Gejammer durch das Babyphone. Ich sprang aus dem Bett (das Babyphone hatte ich, aufgrund meiner Nervosität ich könnte etwas überhören, auf volle Lautstärke gestellt) und sah mich erst mal um. Es war bereits hell. Es war Morgen? Das Kuschelkind hat tatsächlich bis in die Morgenstunden durchgeschlafen und nun stellte sich langsam Hunger auf das Frühstück ein. Ich war verzückt. Obwohl ich solange mit mir gehadert habe und mir so sicher war, dass der Umzug erst mit frühestens einem Jahr passieren soll, kann ich sagen: Es hat für uns optimal gepasst.

Das Kuschelkind zog also mit 9 1/2 Monaten in sein eigenes Zimmer und blieb auch dort. Dadurch, dass das Babyphone immer erst etwas verzögert reagiert, wird auch nicht jedes Husten und Stöhnen übertragen und ich schlafe wesentlich besser. Manchmal, wenn nachts, aus welchem Grund auch immer, die Tränen fließen, holen wir das Kuschelkind zu uns und es darf bei uns in der Bettmitte weiter schlafen. Das gemeinsame Kuscheln genießen wir alle drei und weder ich, noch mein Mann, fürchten wir könnten unseren Sohn erdrücken. Wir fürchten uns eher davor, desnachts einen Ellbogen in die Nase, oder einen Fuß gegen die Schläfe zu bekommen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich freue mich über Kommentare mit euren Erfahrungen. Würdet ihr es im Nachhinein gesehen anders machen? Habt ihr schon die für euch passende Lösung gefunden?

1 Kommentar

  1. Martina K. sagt:

    Hallo,

    Bei uns war es ähnlich. Unser Kleiner ist nur zwei Monate jünger als eurer, und auch wir habrn ihn mit 9 Monaten ausquartiert. Im Beistellbett wollte er nie schlafen, nur bei uns im Bett, und da haben wir uns immer gegenseitig aufgeweckt – auch ich bin bei jedem Mucks des Kleinen munter geworden. Er schläft jetzt in seinem Zimmer auf einer Matratze.

    Alles Liebe

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