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Schlechter Babyschlaf – Das hilft wirklich

Schlechter Babyschlaf - was wirklich hilft

Babyschlaf – Wenn der Nachwuchs nachts nicht schlafen will.

Ich war ja eigentlich verwöhnt, denn der Kuschelbub war schon immer ein guter Schläfer und hat bereits nach wenigen Wochen nachts acht Stunden durchgeschlafen. Ich konnte gar nicht verstehen, warum ich während der Schwangerschaft immer vor diesen schlimmen Nächten gewarnt wurde. Dann kam das Frühlingsbaby. Jetzt verstehe ich es. Denn der kleine Mann schläft kaum länger als zwei Stunden am Stück – manchmal wacht er auch halbstündlich auf – und möchte gestillt werden. Richtig oft. Meistens schläft er danach wieder ein. Doch hin und wieder bleibt er einfach wach: Stundenlang mitten in der Nacht und möchte bespaßt werden.

 

Schlechter Babyschlaf - was wirklich hilft

 

Das Frühlingsbaby einfach im Bettchen liegen und sich selbst beschäftigen lassen funktioniert nicht. Denn das Frühlingsbaby hat nicht nur einen sehr geringen Schlafbedarf, sondern im Gegenzug auch ein sehr, sehr, sehr lautes Stimmchen, das einen sofort senkrecht im Bett sitzen lässt – mit 150 Pulsschlägen in der Minute. Wer jetzt behauptet, das wäre nur eine Phase – einer dieser bekannten Wachstumsschübe – dem sei gesagt: Das geht seit dem dritten Lebensmonat und damit weit über ein halbes Jahr schon so. Ein halbes Jahr, in dem ich beinahe nie länger als zwei Stunden am Stück schlafen konnte. Dass das an den Nerven zehrt, brauche ich nicht zu erwähnen. Und genau deshalb habe ich schon viele, viele Dinge ausprobiert, die meinem Jüngsten (und damit uns allen) zu einem besseren Schlaf verhelfen sollen. Welche Maßnahmen bei schlechtem Babyschlaf helfen können und was das Einzige ist, das tatsächlich hilft, verrate ich euch jetzt.

 

5 Wege für besseren Babyschlaf (und Elternschlaf!)

 

Die richtige Schlafumgebung

Egal ob im Gitterbett, im Familienbett, im eigenen oder im Elternschlafzimmer: Wenn ein Baby schlecht schläft, sollte man sich die Schlafumgebung genauer ansehen:

  • Ist es vielleicht zu hell/zu dunkel? Eventuell hilft es, ein Nachtlicht ein- oder auszuschalten.
  • Ist es zu kalt/zu warm? Der Schlafplatz sollte kühl sein – nicht wärmer als zwanzig Grad. Deshalb haben wir im Schlafzimmer das ganze Jahr über die Heizung abgeschaltet und lüften vor dem Bettgehen noch einmal ordentlich durch.
  • Gibt es sonst etwas, das das Baby stören könnte? Ist es zu laut? Gibt Elektrosmog im Zimmer? Ein Handy hat in der Nähe des Babybetts nichts verloren. Außerdem: Auch bei ausgeschalteten Geräten (TV, Radio,…) lieber ganz den Stecker ziehen.

 

Babys Wohlbefinden überprüfen

Damit ein Baby gut schlafen kann, muss es satt, zufrieden, geborgen und gesund sein. Wenn ein Baby krank ist, einen Zahn bekommt oder sich auch in einem der berühmten Wachstumsschübe befindet, ist unruhiger und schlechter Schlaf meist eine Begleiterscheinung. Diese Phasen gilt es einfach auszusitzen. Wenn das Baby erkältet ist und sich beim Atmen schwer tut, gibt es viele Hausmittel die helfen können. So hilft es bei einem verstopften Näschen den Kopf höher zu positionieren (indem man zum Beispiel ein Handtuch unter den Kopfteil der Matratze legt), oder eine halbe Zwiebel neben das Bett zu legen. Ist das Baby wieder gesund, der Zahn durchgebrochen oder der Schub vorüber, wird meistens auch das Schlafverhalten schlagartig wieder besser.

 

Rituale einführen und einhalten

Rituale sind ganz, ganz wichtig um dem Baby zu signalisieren: Jetzt ist Schlafenszeit. Die Rituale sollten aber keinesfalls zu lange dauern, sonst ist der Nachwuchs danach nur wieder putzmunter. Während der Rituale am besten ganz ruhig sprechen, das Licht dämmen und auch selbst langsam zur Ruhe kommen. Rituale geben dem Baby die Sicherheit, die es braucht, um abends loszulassen und einzuschlafen.

 

Kleine Hilfsmittel und professionelle Hilfe

Es gibt allerhand verschiedene Hilfsmittel, die für besseren Babyschlaf sorgen sollen. So gibt es zum Beispiel den MyHummy*, eine niedliche Plüschfigur, die fünf verschiedene monotone Geräusche abspielt, die das Baby an die Geräuschkulisse im Mutterleib erinnern. Nach einer Stunde schaltet sich der MyHummy schrittweise wieder ab und aktiviert sich (je nach Modell) erneut, wenn das Baby wieder unruhig wird. Je jünger das Baby, umso erfolgversprechender ist übrigens der MyHummy.

 

Schlechter Babyschlaf - was wirklich hilft

 

Es gibt für ältere Baby auch spezielle Gute Nacht-Breie, die besonders lange sättigen und Gute-Nacht-Tees, die beruhigend wirken sollen. Ob es im individuellen Fall hilft, lässt sich nur durch einen Versuch herausfinden.

Außerdem gibt die Möglichkeit sich bei verschiedenen Spezialisten Hilfe zu holen. Ein Besuch beim Kinderarzt oder ein Gespräch mit der Hebamme kann Aufschluss geben und beruhigen. In den allermeisten Fällen liegt bei einem unregelmäßigen und schlechten Babyschlaf kein gesundheitliches Problem zugrunde. Man kann dennoch ausprobieren, ob zum Beispiel eine Cranio Sacral-Behandlung oder Osteopathie hilft.

 

Akzeptieren

Wenn – wie bei uns – alle diese Dinge rein gar nichts helfen, dann gibt es nur eine einzige Sache, die wirklich hilft: Die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist. Das klingt zwar banal, aber es hilft wirklich. Indem man sich einfach immer wieder sagt, dass es jetzt nun einmal so ist, wie es ist und man daran auch nichts ändern kann, kann man sich auch besser darauf einstellen. Also: Früher ins Bett gehen, wenn möglich tagsüber Schläfchen machen und um Hilfe bitten. Idealerweise hat man einen Partner, der einen nachts unterstützt. Natürlich bleibt die meiste Arbeit bei gestillten Babys nun einmal an der Mama hängen, doch auch Papas können mithelfen.

In unserem konkreten Fall haben wir die Aufgaben wie folgt verteilt: Während ich natürlich die häufigen, nächtlichen Stillmahlzeiten übernehme, steht der Papa morgens mit dem Frühlingsbaby (und dem großen Bruder) auf und lässt mich noch mindestens eine Stunde weiterschlafen. In den Nächten, in denen das Frühlingsbaby nachts nicht mehr einschlafen will, schnappt sich der Papa die Trage und geht mit dem Frühlingsbaby darin durchs Wohnzimmer. Das funktioniert mittlerweile ganz gut und ich hätte es nicht für möglich gehalten, doch: Irgendwann gewöhnt man sich an so wenig Schlaf. Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich mit so wenig Schlaf tagsüber einigermaßen funktionstüchtig bin. Und wir reden hier immerhin von durchschnittlich sechs Stunden, die ich mit etwa vier Unterbrechungen schlafen kann.

 

Fazit

Nichtsdestotrotz freue ich mich auf den Tag, oder besser gesagt die Nacht, wenn auch das Frühlingsbaby endlich durchschläft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Moment kommen wird. Vielleicht schon morgen, vielleicht erst in einem Jahr. Bis dahin beiße ich die Zähne zusammen und jammere ein bisschen. Denn: Manchmal hilft es, einfach ein wenig jammern zu dürfen. Im Idealfall erntet man dann von seinem Gesprächspartner ein liebgemeintes Klopfen auf die Schulter.

Liebe Mamas, die ihr auch nachts nicht schlafen könnt: An dieser Stelle klopfe ich euch allen auf die Schultern. Ihr seid nicht alleine.

 

Christina ichmitkind Blog

 

 

P.S.: Hier erfährst du mehr über mich und meine Familie: Über uns.

 

*PR-Sample. Der MyHummy wurde uns für Testzwecke freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür an das MyHummy-Team.

 

Schlechter #Babyschlaf - Was helfen kann und was tatsächlich hilft

2 Kommentare

  1. Sandra sagt:

    Der Text könnte von mir stammen mein April- Baby schläft untertags wenig und in der Nacht auch sehr schlecht und viel zu oft sind wir von 3-4 munter ich fühle so richtig mit dir glg Sandra

  2. Britta sagt:

    Ach, davon kann ich echt ein Lied singen. Besonders der Punkt Akzeptieren ist wichtig und viel Gelassenheit! Guck mal bei meinem Artikel zum Thema Kinderschlaf rein, wenn es dich interessiert https://fulltime-mami.blogspot.de/2017/12/kinderschlaf-meine-tipps-fur-mehr.html?m=1

    Liebe Grüße
    Britta

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