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Schluss mit dem Kundenkarten-Wahnsinn!

Minimalismus - Schluss mit dem Kundenkartewahnsinn

Meine Reise zum Minimalismus geht weiter: Schluss mit dem Kundenkarten-Wahnsinn!

Schaut doch einmal in eure Geldtasche. Wie viele Scheckkarten befinden sich darin? Bei mir waren es weit über zwanzig Stück! Neben unentbehrlichen Karten wie der Bankomatkarte, der Ecard oder auch meinem Führerschein, besteht der Großteil aus Kundenkarten. Denn ganz ehrlich: Man kommt einfach nicht daran vorbei. Selbst, wenn man gerne auf die vielen super-tollen und einmaligen Angebote (Ironie!) verzichtet, irgendwann geht einem diese ständige Fragerei der Kassiererin “Haben Sie eine Kundenkarte? Sollen wir gleich eine machen?” so auf den Wecker, dass man sich doch breitschlagen lässt. Damit ist jetzt Schluss! Warum man durch Kundenkarten eigentlich sowieso nichts spart und wieso ich meine persönlichen Daten und mein Konsumverhalten nicht mehr so bereitwillig offen legen will, erzähle ich euch jetzt.

 

Minimalismus - Schluss mit dem Kundenkartewahnsinn

 

Mit der Kundenkarte richtig sparen. Oder auch nicht.

Oh, was habe ich mich neulich wieder geärgert. Im Prospekt eines großen Lebensmittelhändlers wurde ich auf eine tolle Aktion aufmerksam gemacht: Minus 25 Prozent auf Windeln. Perfekt! Die brauchen wir sowieso (bald) wieder. Also fuhr ich gleich hin, lud zwei dieser Mega-Super-Plus-Packs Windeln in den Einkaufswagen und kaufte auch noch gleich Lebensmittel, Getränke und was sonst noch so anfällt. Die Kassiererin zog Ware um Ware über das Band und meinte dann: “Auf diese Windeln gibt’s keinen Nachlass. Sind jetzt Diskontpreis.” Bitte was? Die Windeln, die ich seit Monaten kaufe und nach wie vor gleich viel kosten, sind plötzlich Diskontpreis? Aha. Ich bezahle also meinen vermeintlichen Schnäppcheneinkauf und lade frustriert alles ins Auto.

Habt ihr schon einmal das Kleingedruckte bei diesen (Gutschein-)Aktionen gelesen? In Schriftgröße 5 steht dann “ausgenommen Diskontpreis, Bestpreis, Immer-tief-Preis, Super-Spar-Preis… und sowieso nicht gültig für Produkte, die gerade in Aktion oder in diesem Flugblatt abgedruckt sind.” Viel Spaß beim Suchen nach den überteuerten Produkten, die nicht ausgenommen sind. Da frage ich mich: Was spare ich eigentlich tatsächlich?

Kundenkarten vermitteln: Du gehörst jetzt zu uns. Wenn man erst einmal seine Kundenkarte hat, dann tendiert man dazu genau dort einzukaufen, anstatt bei der Konkurrenz. Kundenbindung nennt sich das so schön. Aber nicht nur Kundenkarten verleiten uns zu unüberlegten Käufen. Ganz schlimm sind auch Punkte, die man mit seinen Einkäufen sammeln kann. Wir Menschen sind einfach Sammler und lassen uns hier gerne verleiten. So sammeln wir fleißig und werden belohnt mit seltsamen Gläsern, die keiner braucht oder mit lustigen Stickern für ein Album, das man sowieso niemals vollmachen kann.

 

Der gläserne Mensch.

Aber Kundenkarten erfüllen für den Handel noch einen ganz anderen Zweck, als uns mit tollen Angeboten von der Konkurrenz wegzulocken: Wenn wir die Kundenkarte an der Kasse vorzeigen, wird alles registriert. So wissen die Kartenherausgeber genau wer, wann, was, wie viel, wie oft und wo einkauft. Möchte ich wirklich diese Daten so leichtfertig hergeben? Geht es irgendjemanden etwas an, wie oft ich Fleisch kaufe? Ob ich Shampoo für fettige Haare oder für trockene Haare brauche? Wie viel Wein in meiner Familie konsumiert wird? Ob jemand von uns laktoseintolerant ist? Welche Zeitschriften ich lese? Welche Medikamente ich brauche? Welche Kleidergröße ich habe?

Solche Informationen sind für den Handel immens wichtig und wertvoll. Wir Konsumenten bekommen dafür hin und wieder Gutscheine für Produkte, die wir sowieso nicht brauchen, ein überflüssiges Geburtstagsgeschenk oder eine Gutschrift für lächerliche drei Prozent unseres dort umgesetzten Geldes. Ich finde, das ist kein fairer Tausch. Kürzlich wurde ich sogar von einem Kaffeekapsel-Hersteller angerufen, ob ich denn nicht mehr zufrieden bin, weil ich schon so lange nicht mehr dort eingekauft habe. Das sagt doch wohl alles. Wann aber macht eine Kundenkarte für mich Sinn?

 

Diese Karten dürfen bleiben.

Beinahe alle Kundenkarten habe ich nun aus meiner Geldtasche verbannt, die sodann um ein Kilo leichter und fünf Zentimeter schmäler geworden ist. Nur jene Kundenkarten durften bleiben, die für mich wirklich sinnvoll sind. Das sind zum Beispiel Kundenkarten, durch die man einen besonderen Service erhält. Wie zum Beispiel die IKEA Familycard, die ein längeres Umtauschrecht beinhaltet. Aber auch diese Karte werde ich nicht mehr bei jedem Einkauf vorzeigen. Denn bei Servietten oder Kerzen macht ein erweitertes Umtauschrecht wenig Sinn. Ich werde generell mehr darüber nachdenken, ob ich tatsächlich möchte, dass ich gewisse Informationen einfach so preisgebe. Prinzipiell gilt: Besser als elektronische Kundenkarten sind zum Beispiel Stempel- oder Markerlnkarten, bei denen meine Daten nicht erfasst werden.

Außerdem werde ich mich in Zukunft davor hüten, auf Schnäppchen hereinzufallen. Denn wenn man diese Schnäppchenpreise vergleicht, sind sie oft gar nicht so günstig, wie sie scheinen. Und wenn man erst gar nicht Kundenkarten von vier verschiedenen Drogeriemärkten im Börserl hat, dann kauft man einfach immer dort ein, wo man gerne einkauft. Dort, wo es erfahrungsgemäß am günstigsten ist und wo die Qualität und der Service stimmen. Und fährt nicht extra zwanzig Kilometer in die nächste Stadt, weil dort im Geschäft gerade das Klopapier um fünfzehn Prozent reduziert ist.

In diesem Sinne: Widmet euch euren Kundenkarten und hinterfragt sie kritisch. Ihr müsst sie nicht sofort in den Müll werfen, sondern könnt sie vorerst in einer Schublade verstauen. Macht eure Geldbörse etwas leichter. Macht euer Leben etwas leichter.

 

 

Christina ichmitkind Blog

 

Mehr zum Thema: Meine Reise zum Minimalismus und Zeit statt Zeug – Geschenkideen für Mamas, Papas und die ganze Familie.

 

P.S.: Hier erfährst du mehr über mich und meine Familie: Über uns.

 

#minimalismus: Schluss mit dem Kundenkarten-Wahnsinn

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