Unser Alltag in der Corona-Krise Tag 62.
Unser neuer Familienalltag. Tag 62.
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Unser Alltag in der Corona-Krise Tag 66.
Unser neuer Familienalltag. Tag 64-66.
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Unser neuer Familienalltag. Tag 63.

Unser Alltag in der Corona-Krise.

Heute schlief ich alleine in meinem eigenen Bett. Der Klettermax rief nämlich gestern Nacht nach dem Papa, der sich daraufhin zwischen die Jungs in die Kinderbetten quetschte. Ich habe echt super gut geschlafen. Und scheinbar nicht nur ich, denn als wir aufwachten, war es sieben Uhr!

Also schnell zum Computer geflitzt und angezogen und Zähne geputzt, während ich schon die ersten E-Mails beantwortet habe. Der heutige Tag hatte es echt in sich. Ich habe wieder durchgearbeitet, doch der Papa musste am Vormittag sehr oft telefonieren, sodass mich ständig die Kinder besucht haben. Wenn sie nicht im Arbeitszimmer standen, an der Tastatur drücken oder mit der Maus spielen wollten, dann sind sie stampfend und kreischend den Gang auf und ab gelaufen. Ich möchte es noch einmal in aller Deutlichkeit sagen: Home Office und Kinder funktioniert einfach nicht. Aber was bleibt uns anderes übrig, als uns irgendwie durchzuwurschteln?

Da heute auch keiner Zeit zum Kochen hatte, holte der Papa köstliches McDonalds-Essen. Die Jungs waren begeistert, dass mein Lachs-Kartoffel-Auflauf auf Sonntag verschoben werden musste. Selbst beim Mittagessen läutete dann zweimal das Diensthandy vom Papa. Home Office bedeutet scheinbar auch automatisch, dass man immer und zu jederzeit erreichbar sein muss. Nicht selten läutet das Diensthandy auch weit nach 18 Uhr noch.

Am Nachmittag habe ich weiter die Wohnung geputzt und die Jungs haben gespielt. Zuerst haben sie gespielt, sie wären Affen und haben sich am Esstisch ein Nest gebaut. Dann haben sie gespielt, sie wären Leoparden und haben auf der Treppe ein Picknick gemacht. Und anschließend spielten sie mit den Dinosauriern am Wohnzimmerboden. Der Wechsel zwischen den Spielen verlief nahtlos. Das Chaos wurde einfach liegen gelassen. Ihr könnt euch vorstellen, wie es heute bei uns ausgesehen hat.

 

Unser Alltag in der Corona-Krise Tag 63.

 

Auch im Garten waren sie kurz, doch es war selbst ihnen, trotz Weste und Haube, dann doch zu kalt und ungemütlich. So haben wir wieder eine Tierdokumentation angesehen, dieses Mal über Schimpansen. Während die Jungs anschließend oben spielten, machte ich wieder ein paar Yoga-Dehn-Übungen im Wohnzimmer. Zur Entspannung. Wirkte allerdings nicht lange, denn während ich unten meine Übungen gemacht habe, haben die Jungs einen Stock höher, unter anderem, eine Keramikschüssel zerbrochen, das Waschbecken mit Handseife gefüllt und bei meinen neuen Pflänzchen Blätter abgezupft und ausgerissen. Dabei hatte ich sie erst seit zwei Tagen.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich danach so gar nicht mehr entspannt war. Vor allem ärgerte es mich, dass jemand mein Pflänzchen verunstaltet hatte, obwohl ich ihnen einhundertmal gesagt habe, sie dürfen die Pflanzen ansehen, aber nicht berühren. Als ich die Jungs dann zur Rede stellte, sagte der Klettermax erstmal gar nichts und der Kuschelbub erzählte mir, dass es sein kleiner Bruder war, der die Blätter abgerissen hat.

Es folgte ein langes Schimpfkonzert meinerseits. Immerhin ist der kleine Mann jetzt auch schon drei Jahre alt und kein Baby mehr. Allmählich muss er doch verstehen, dass es Regeln gibt und, dass es Dinge gibt, die mir wichtig sind, die mir gehören und die nicht kaputt gemacht werden dürfen. So. Meine Wut war entladen und der Klettermax schluchzte anscheinend reumütig.

Tja. Nur blöd, dass mir der Kuschelbub vor dem Schlafengehen verriet, dass er sich an meinen Pflänzchen vergangen hat und nicht der Klettermax. Mist! So hatte ich, gepackt von meiner Wut, den Falschen ausgeschimpft. Und zwar so richtig. Jetzt habe ich auch noch megagroße Schuldgefühle. Ich miese Rabenmutter.

Noch dazu schlief der Klettermax schon, als der große Bruder gebeichtet hat. Morgen folgt dann erst einmal eine ordentliche Entschuldigung. Den Kuschelbuben habe ich übrigens nicht geschimpft, ihm dafür aber einen Vortrag über Lügen gehalten.

 

Christina ichmitkind Blog

 

P.S.: Hier erfährst du mehr über mich und meine Familie: Über uns.

 

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