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Krabbelstube

Krabbelstube – gut betreut ist halb gewonnen?

Ich stand also Ende des letzten Jahres vor diesem Dilemma. Wenn ich an April dachte, bekam ich richtiges Bauchweh. Mir wurde immer mehr klar: Mit meinen Bedenken konnte eine Eingewöhnung in die Krabbelstube nicht funktionieren. Also sprachen mein Mann und ich gemeinsam über die Situation.

 

Krabbelstube

 

Wir gelangten schnell an den Punkt, dass die Krabbelstube für das Kuschelkind keine gute Wahl zu sein scheint. Also überlegten wir uns Alternativen. Die Karenz verlängern und das Kuschelkind selbst betreuen? Doch irgendwie freue ich mich wieder aufs Arbeiten. Mir fällt immer öfter die Decke auf den Kopf und ich möchte Zeit mit den Kollegen verbringen, gefordert werden und wieder produktiv sein. Also eine Tagesmutter? Doch auch mit diesem Gedanken konnten wir uns nicht so Recht anfreunden. Schließlich kam uns die zündende Idee: Mein Mann sieht sich oft Leid, dass ich so viel Zeit mit unserem Sohn verbringen kann, während er manchmal lange arbeiten muss und erst zum Abendessen heim kommt. Warum sich also die Betreuungszeiten nicht aufteilen? Wir rechneten, überlegten, rechneten noch einmal. Dann hatten wir einen Plan. Und diesen werden wir ab April in die Tat umsetzen: Ich halbiere meine ursprünglich gedachte wöchentliche Arbeitszeit auf zehn Stunden, werde damit also an zwei Vormittagen in der Woche je fünf Stunden arbeiten. Mein Mann wiederum ist diese Vormittage zuhause beim Kuschelkind und arbeitet die fehlenden Stunden einfach an den anderen Tagen wieder auf. *

Wir erzählten es unseren Familien, die unsere Entscheidung voll unterstützten und uns auch ihre Hilfe anboten, falls es einmal zu Terminüberschneidungen kommen sollte. Danach informierten wir unsere Arbeitgeber. Wir sind sehr glücklich, eine gute Lösung gefunden zu haben. Es wird vielleicht etwas stressiger als bisher, doch wir freuen uns darauf. Es war eine Entscheidung, bei der wir auf unser Bauchgefühl gehört haben. Ab April beginnt für uns wieder ein neuer Lebensabschnitt. Wie es uns dabei gehen wird? Darüber berichte ich euch bestimmt in einem dritten Teil.

*Auch ein Papa hat ein Recht auf Familienteilzeit. Das bedeutet nicht unbedingt, dass die Arbeitszeit reduziert werden muss. Es kann sich auch nur um eine Umverlegung der Arbeitszeit handeln. Wenn ihr euch auch über die Elternteilzeit Gedanken macht, dann kann ich euch die Seite der Arbeiterkammer empfehlen. Als Eltern hat man nämlich oft mehr Rechte und mehr Schutz, als man denkt. Noch ein kleiner Einschub: Eine Arbeitszeit von zehn Wochenstunden ist bei uns noch möglich. Für Kinder, die 2016 oder später geboren werden, gelten wieder neue Regelungen. So ist im Zuge einer Elternteilzeitbeschäftigung eine Mindestarbeitszeit von zwölf Stunden erforderlich. Für den Arbeitgeber sicher praktisch. Wie gut das für die Eltern ist, will ich jetzt nicht kommentieren.

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2 Kommentare

  1. Ulli sagt:

    Da habt ihr aber eine gute Lösung gewählt, finde ich super!! Ich finds immer toll, wenn auf die Bedürfnisse der Kinder wirklich Rücksicht genommen wird – möglich ist ja eigentlich immer etwas. Wir haben uns für eine abwechselnde Betreuung entschieden, also mein Mann oder ich sind eigentlich immer daheim. Möglich ist das durch Schichtdienst seinerseits, so geht er auch Nächte arbeiten bzw. auch Wochenende. Und wir arbeiten beide Teilzeit (ich 20h, er 25h), auch dadurch ist es natürlich leichter möglich.
    Die Tagesmutter zusätzlich für ein paar Stunden hat sich dann zufällig ergeben, als das aber mit 1 Jahr nicht geklappt hat haben wir einfach gesagt ok, dann verschieben wir das noch ein halbes Jahr. Und jetzt klappts ganz toll!! Gerade wenn die Kinder noch so klein sind finde ich es wichtig auf ihre Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen soweit möglich. Also kurz nochmal: super Lösung von euch!! 😉 lg Ulli

  2. Liebe Ulli!
    Danke für dein Feedback und deinen Erfahrungsbericht. Ich finde es sehr schön, wenn sich beide Elternteile die Betreuung aufteilen können. Die Kleinen werden so schnell groß und die Baby- und Kleinkindzeit ist so schnell vorbei.
    Liebe Grüße, Christina

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